Biographie

Ich bin im Jahre 1950 in Sélestat (Schlettstadt), im Mittelelsass, geboren. Ich habe meine Kindheit in einem kleinen katholischen Dorf in den Weinbergen verbracht. Im Mai 68 war ich gerade 18 Jahre alt. Ich habe Jura studiert, zum Teil in Deutschland (Universität des Saarlandes) zum Teil in Frankreich (Universität von Straßburg).

25 Jahre lang habe ich den Beruf des Anwalts in Straßburg ausgeübt. Man hat mich, zurecht, der Kategorie der «linken Anwälte» zugeordnet. Ich habe diesen Beruf geliebt. Ich verdanke ihm zum großen Teil das, was ich geworden bin. Aber mir schien im Alter von 50 Jahren, dass ich Lust auf neue Herausforderungen bekam. Zudem hatte ich mich, parallel zu meinem Hauptberuf, fortwährend im Theaterbetrieb engagiert, indem ich schrieb, inszenierte und spielte.

Also habe ich am Vorabend meines 50. Geburtstags die Anwaltskanzlei verlassen und habe eine große Feier mit meinen Freunden, Kollegen und Klienten organisiert, die unter dem Motto stand, «Ich ziehe die Anwaltsrobe aus!».

Seit dem Jahr 2000 lebe ich im Vogesental von Sainte-Marie-aux-Mines am Fuß des Tänchels, einem Berg, der mich seit meiner Kindheit fasziniert. Dort schreibe ich seit nunmehr fast 20 Jahren.

Ich lebe seit dreißig Jahren mit meiner Frau Astrid RUFF zusammen, die ebenfalls im Kulturbereich tätig ist, insbesondere in der jiddischen Musik. Wir haben 2 Söhne, Nathan und Léonard. Ich habe ebenfalls eine Tochter Céline, die vor meiner Begegnung mit Astrid geboren wurde.

Ich war, so glaube ich, ein politisch engagierter Anwalt, aber ich bin kein politisch engagierter Schriftsteller. Das Schreiben an sich ist schon ein Engagememnt. Es rechtfertigt sich von selbst.

Aber es liegt mir fern, mich hinter dieser Rolle verstecken zu wollen, und mich damit zu begnügen, dem Lauf der Welt, ob gut oder schlecht, zuzuschauen. Das Schreiben entbindet den Schriftsteller nämlich nicht von seiner Verantwortung als Staatsbürger. In «meinem» Tal engagiere ich mich in Vereinen. Und dieses Engagement ist sehr wichtig für mich. Denn so sehr ich auch die Rolle des politisch engagierten Schriftstellers ablehne, so sehr kann ich mir den Akt des Schreibens losgelöst vom Weltgeschehen und der Gesellschaft nicht vorstellen.